
1.Teil:
19 Läuferinnen und Läufer des LC Donnersberg machten sich gemeinsam mit drei Begleitern auf den Weg nach Breda zum Wings for Life World Run 2026. Die Anreise verlief dabei ganz unterschiedlich: Manche starteten bereits am Freitag Richtung Niederlande, andere machten sich gemütlich am Samstagmorgen auf den Weg, einige fuhren erst nach der Arbeit los – und die letzten reisten sogar erst am frühen Sonntagmorgen direkt zum Lauf an.
Insgesamt gingen an diesem Sonntag weltweit beeindruckende 346.527 Menschen gleichzeitig an den Start. Der Flagship Run in Breda war restlos ausverkauft. Die Stimmung entlang der Strecke war herrlich: warmes Wetter, etwas Wind und zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für echtes Gänsehaut-Feeling.



Viele der LC-Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten den Lauf bewusst entspannt angehen und einfach schauen, was Körper und Tagesform hergeben würden. Zwei Läufer hatten sich allerdings gezielt vorbereitet: Sascha und Tim gingen mit ehrgeizigen Zielen an den Start und wollten ihre starken Trainingsleistungen auch im Rennen umsetzen.
Bei vielen anderen bildeten sich über mehrere Kilometer hinweg kleine Laufgemeinschaften, was den Spaßfaktor zusätzlich erhöhte. So schloss sich Neuläufer Simon Seipenbusch dem erfahreneren Moritz Köhler an, der ihn routiniert rund 18 Kilometer lang mitnahm. Danach musste Moritz jedoch wegen Schmerzen im Oberschenkel Tempo herausnehmen, sodass sich die beiden trennen mussten.
Auch Annette Krauss und Alexandra Lang waren lange gemeinsam unterwegs und liefen bis Kilometer 12 Seite an Seite. Danach musste Alexandra Annette ziehen lassen, blieb ihr jedoch noch lange in Sichtweite.
Anja Roggenstein, die kurzfristig für die verhinderte Anastasia eingesprungen war, begleitete zunächst Elke Hoffmann, bevor sie eine starke Aufholjagd bis zu Sabine Rahm startete. Kurz darauf wurde sie schließlich vom Catcher Car eingeholt.
Dass Doris und Richard Bertleff-Lutz gemeinsam unterwegs waren, überraschte hingegen niemanden. Nach verletzungsbedingten Auszeiten freuten sich beide besonders darüber, in Breda wieder gemeinsam einige Kilometer absolvieren zu können.
Für andere Läuferinnen und Läufer des LC stand diesmal nicht in erster Linie die Kilometerleistung im Vordergrund, sondern vor allem die Freude am gemeinsamen Laufen und der Wiedereinstieg nach schwierigen Monaten.
Für Max Rahm war es bereits die zweite Teilnahme in Breda. Nachdem er im vergangenen Jahr mit beachtlichen 65,9 Kilometern überzeugte, nutzte er den Lauf diesmal bewusst als Trainingseinheit nach einer längeren verletzungsbedingten Pause.
Auch mehrere weitere LC-Läuferinnen und -Läufer nutzten den Lauf als Wiedereinstieg ins Laufgeschehen – sei es nach Verletzungen oder gesundheitlichen Problemen. Umso schöner war es, dass jede und jeder genau so weit laufen konnte, wie es individuell möglich war.
Tom, Ulli, Werner, Sylvia, Sabine, Uwe, Christine und Elke kamen dabei alle auf ihre Kosten und konnten den Lauf mit einem positiven Gefühl abschließen.
Am Ende waren sich alle einig: Der Wings for Life World Run 2026 war eine ganz besondere Erfahrung. Vor allem die einzigartige Stimmung und das starke Gemeinschaftsgefühl – gemeinsam mit Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern sowie Menschen mit verschiedensten Hilfsmitteln unterwegs zu sein – machten diesen Tag für die LC-Gruppe unvergesslich.
Für einige der Gruppe war die Fahrt nach Breda noch von einem Rahmenprogramm wie Restaurantbesuchen, Kneipen und Cafes in der malerischen Altstadt ausgezeichnet. Der Tag nach dem Lauf wurde noch von Sehenswürdigkeiten und einer Bootsfahrt durch die Grachten gekürt. Fasziniert von der niederländischen Sprache möchten sich die LC- Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit einem DANK U WEL bei der Vorstandschaft für diese tolle Fahrt bedanken. Diese Fahrt war neben dem sportlichen Aspekt auch ein riesiger Erfolg für das, was diesen Verein auszeichnet: die super Gemeinschaft!

2. Teil:
Wings for Life World Run Breda: Ein Wechselbad der Gefühle zwischen Party und Schmerz (Erfahrungsbericht von Sascha Christmann)
Endlich war es so weit: Der Wings for Life World Run in Breda stand an. Für uns beide – Tim und Sascha – war das Ziel klar gesteckt. Wir wollten in die Nähe der 50-Kilometer-Marke kommen und den Marathon definitiv in unter drei Stunden eintüten.

Der Plan ging zunächst voll auf. Bis Kilometer 27 liefen wir Seite an Seite. Die Pace war wie ein Uhrwerk genau im Zeitplan, die Beine fühlten sich gut an und die Stimmung in den niederländischen Straßen trug uns förmlich dahin. Doch beim Laufen schreibt das Schicksal oft seine eigenen Gesetze.
Ab Kilometer 27 begannen bei Sascha die Probleme. Krämpfe schossen ein und zwangen ihn dazu, das Tempo zu drosseln. Während die Pace schwand, rückte das Catcher Car unaufhaltsam näher. Am Ende standen für Sascha dennoch starke 40,61 km auf der Uhr – ein harter Kampf, der leider früher endete als erhofft.
Bei Tim lief es zunächst etwas runder. Bis zur Verpflegungsstation bei Kilometer 40 lief es eigentlich gut, doch dann gefiel dem Körper die Verpflegungsstrategie nicht mehr. Zu viele Gels und zu viel Wasser im Magen sorgten für massive Probleme. Nach der 40er-Marke musste er kurz am Straßenrand parken, sodass das Catcher Car ihn schließlich bei 41,36 km einsammelte.
Unser Fazit:
Das Event an sich war sensationell. Die Organisation und die Party an der Strecke waren unvergesslich – der absolute Höhepunkt war die Stimmung in Galder bei Kilometer 35, die uns noch einmal kurz alle Schmerzen vergessen lies.
Sportlich bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge: Die erste Rennhälfte war absolut top und wir sind stolz darauf, beide die 40-Kilometer-Marke geknackt zu haben. Trotzdem nagt ein bisschen die Enttäuschung, da die anvisierten 45+ Kilometer und der Sub-3-Stunden-Marathon von der Kraft absolut in Reichweite lagen, aber unsere Körper es einfach auf die ein oder andere Weise nicht wollten.
| Name | Distanz | Rang weltweit | Rang weltweit AK | Rang Breda | Rang Breda AK |
| Andreas Tim | 41,36 km | 636. | 74. | 33. | 5. |
| Christmann Sascha | 40,61 km | 743. | 55. | 39. | 2. |
| Rahm Max | 37,49 km | 1177. | 209. | 62. | 14. |
| Seipenbusch Simon | 25,67 km | 10696. | 1325. | 511. | 72. |
| Mostert Teunie | 24,45 km | 13562. | 24. | 730. | 3. |
| Köhler Moritz | 22,27 km | 20560. | 3065. | 980. | 187. |
| Hollstein Werner | 21,06 km | 27106. | 49. | 1203. | 4. |
| Hoffmann Ulli | 19,67 km | 33288. | 897. | 1410. | 38. |
| Andreas Thomas | 18,14 km | 41487. | 1161. | 1657. | 44. |
| Krauss Annette | 16,69 km | 52073. | 579. | 1944. | 28. |
| Alexandra Lang | 16,36 km | 54819. | 629. | 2022. | 29. |
| Roggenstein Anja (incognito als Anastasia Siebert) | 15,39 km | 64395. | 342. | 2254. | 12. |
| Rahm Sabine | 15,08 km | 68458. | 384. | 2349. | 15. |
| Schöneberger Sylvia | 14,29 km | 76335. | 180. | 2618. | 11. |
| Rahm Uwe | 12,58 km | 95662. | 2747. | 3022. | 81. |
| Herrmann Christine | 12,36 km | 98549. | 813. | 3073. | 23. |
| Doris Bertleff-Lutz | 11,45 km | 110964. | 121. | 3263. | 6. |
| Lutz Richard | 11,45 km | 110964. | 522. | 3263. | 20. |
| Hoffmann Elke | 8,88 km | 150993. | 2061. | 4041. | 54. |