
Am Freitag, den 03.07.2026, machten sich vier LC-Läufer(innen) auf den Weg ins wunderschöne Schruns im Montafon. Vielen LC-Mitgliedern dürfte die Region bereits durch die alljährlichen Skiausflüge zur beliebten Wormser Hütte bekannt sein. Nach der Anreise standen zunächst die Abholung der Startunterlagen, ein 20-minütiger Shake-out-Run sowie ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm – die perfekte Einstimmung auf einen anspruchsvollen Wettkampftag.
Für Stefan Scopa begann der Samstag bereits früh: Um 7:00 Uhr fiel für ihn der Startschuss zum 45-Kilometer-Trail mit dem Ziel an der Nova Stoba. Seine drei Lauffreunde Björn Kron, Natascha Ferara und Alexandra Lang begleiteten ihn zum Start und verabschiedeten ihn gebührend auf die lange und anspruchsvolle Strecke.
Um 10:00 Uhr starteten die drei schließlich selbst im benachbarten St. Gallenkirch auf die 16-Kilometer-Distanz. Schon am frühen Morgen zeigte sich die Sonne von ihrer heißen Seite und sollte die Teilnehmer den gesamten Lauf über begleiten.
Nach dem Start führte die Strecke zunächst über eine rund zwei Kilometer lange Schleife – ein ideales Warm-up, bevor der eigentliche Anstieg begann. Auf den folgenden fünf Kilometern galt es, über Steine, Felsen, Wurzeln und steile Graspassagen rund 1.000 Höhenmeterzu überwinden. Ab der Verpflegungsstation Garfrescha folgte eine abwechslungsreiche Schleife durch das Novatal bis zur Alpe Nova. Hier konnten die LC-Läufer(innen) ihre Laufstärke unter Beweis stellen und gleichzeitig die beeindruckende Berglandschaft genießen.
Doch der Trail hielt noch eine weitere Herausforderung bereit: Ab Kilometer zehn wartete der Schlussanstieg über den Gantekopf auf 2.002 Metern Höhe. Von dort führte die Strecke schließlich hinauf zum Ziel an der Nova Stoba, wo alle Teilnehmer(innen) mit großem Applaus empfangen wurden.



Alle drei LC-Starter – Natascha Ferara, Björn Kron und Alexandra Lang – erreichten glücklich und unversehrt das Ziel und meisterten den anspruchsvollen Trail mit Bravour.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte Natascha Ferara: Mit einer hervorragenden Zeit von 2:22 Stunden gewann sie ihre Altersklasse und belegte einen starken 5. Platz in der Gesamtwertung der Frauen über die 16-Kilometer-Distanz. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Auch Stefan Scopa bewältigte erfolgreich die anspruchsvolle 45-Kilometer-Strecke und kann stolz auf seine Leistung sein.
Fazit aller LC-Teilnehmer(innen): Beim nächsten Mal geht es garantiert nicht mehr ohne Trailstöckean den Start – und manchmal sind ein paar Höhenmeter weniger vielleicht doch die bessere Wahl.
Ergebnisse:
Natascha Ferara 2:22:14h
Björn Kron 3:11:10
Alexandra Lang 3:14:48
45km Trail:
Stefan Scopa 9:19:45

46km Montafon Totale Trail – aus der Sicht eines Finishers:

Um 06:15 Uhr war Aufbruch von unserer Unterkunft. Die Truppe der 16 km Distanz, Alex, Natascha und Björn begleitet mich zum Start in Schruns. Um 06:40 Uhr war Briefing, danach ging es zum Start, auf dem Weg dahin, wurde man noch nebenher gefragt, ob man alles dabei hat. Das war beim TAR letztes Jahr doch etwas stringenter.
Um 07 Uhr fiel der Startschuss und das Feld machte sich auf ca. einzigen flachen 3,5km durch die Straßen in Schruns bis wir den Waldrand erreichten und es rauf ging, erstmal kühl und angenehm durch einen Waldstück. Bei km 5,7 war der 1. VP Rieder nach 1,5 h erreicht und ich fing langsam an zu überlegen, ob ich nicht auf km 31 umschwenke, wenn ich die Weiche dazu erreiche. Weiter ging es aufwärts über Wurzeln, die eigentlich Treppenstufen waren, weiter über alpine Bereiche, die mich viel Kraft kosteten. Beim 3. VP am Grasjoch auf 1975m war mir nach ca. 18 km und 3,3h klar, dass die Reise nicht nach 8 h vorbei sein wird. Am Vp 5 Garfrescha nach 27 km ging es mir nach einer Kopfdusche, Cola, Äpfeln und Salzstangen wieder so gut, dass ich an der Weiche den Weg Richtung 46km einschlug. Hier waren die 16er auch vorbei gekommen und hatten es schon geschafft. Für mich ging es weiter über eine Schleife von 16 km weiter bergauf, bis ich an der letzten Versorgungsstation ankam und nur noch 3 km fehlten, für die ich über 1h brauchte.
Ich war froh, als ich Alex, Natascha und Björn meinen Namen rufe hörte und sie mich gemeinsam noch ein Stück bergauf begleiteten, bis es nach 9:19:45 endlich vorbei war.
Alles in allem ein sehr schöner, aber brutaler Lauf, gut organisiert, Verpflegungspunkte an den richtigen Stellen, Streckenposten von der Bergwacht, die anfeuerten, die Startnummern der Läufer notierten und richtungsweisend unterstützten, wenn man mal wieder zu sehr auf das Gelände achten musste.